AAJ-KÜNSTLERGESPRÄCHE


# 10 UMINO Nagiko und HEBIZÔ / Autorin und Zeichnerin der Manga-Serie Nihonjin no shiranai Nihongo

Fr., 04. Juni 2010, 18:00

Umino Nagiko ist Japanischlehrerin für ausländische Studierende und brachte 2009 zusammen mit der Mangazeichnerin Hebizô den Manga Nihonjin no shiranai Nihongo heraus. Auf Grund des großen Erfolges folgte 2010 ein zweiter Teil. Die Episoden beschreiben den Berufsalltag der Autorin, interkulturelle Missverständnisse, Schwierigkeiten der Japanisch-Studierenden, Aspekte der japanischen Sprache und vieles mehr. Ende Mai/Anfang Juni 2010 tourten die beiden durch Deutschland, Schweiz und Österreich, um Einblick in verschiedene Japanologien und Japanisch-Klassen zu bekommen und sich mit Japanisch-Lernenden im Ausland auszutauschen. Die beiden Künstlerinnen sprachen über ihren Berufsalltag und ihre Zusammenarbeit, und die Zeichnerin Hebizô gab eine Demonstration ihrer Zeichenkunst. Das Gespräch leitete Frank Herberg.



# 9 MATSUDA Gen / Gitarrist

Mi., 5. Mai 2010, 18:30 Uhr

Matsuda Gen wurde 1982 in der Provinz Kochi geboren. Seit seinem 12. Lebensjahr spielt er Gitarre, sein Repertoire umfasst nicht nur die klassische Musik, sondern auch traditionelle japanische Musik bis zu Pop, mit einem besonderen Augenmerk auf japanische Komponisten der Gegenwart. Als erster Japaner seit 11 Jahren gewann er 2009 die Tokyo International Guitar Competiton und reihte sich damit unter die Elite der jungen Gitarrespieler der Gegenwart. Seine erste CD Genius erschien ebenfalls 2009. Das Gespräch mit dem Künstler führte Susanne Schermann. Matsuda Gen gabe im Rahmen der Veranstaltung einige japanische Kompositionen zum Besten.

Nähere Informationen zum Künstler und seine Arbeit findet man auf seiner Homepage: http://www.matsuda-gen.com/

# 8 NUNOKAWA Yûji / Anime-Produzent

Do., 13. SEPTEMBER 2007, 18:00 Uhr

Nunokawa Yûji, Produzent und Gründer des Animationsstudios Pierrot sprach über seinen Werdegang, den Alltag und die Arbeit in einem Animationsfilmstudio, die von Studio Pierrot produzierten Filme und Anime-Serien und gab einen Blick hinter die Kulissen der Anime-Produktion in Japan. Das 1979 gegründete Studio Pierrot zählt zu den wichtigsten Produktionsfirmen für Anime und hat unzählige Serien und Kinofilme produziert, u.a. Nils Holgerson (1980), Urusei Yatsura (1981), Fushigi Yugi (1995), GTO (1999), Hikaru no Go (2001), Naruto (2002), Tokyo myumyu (2002), Bleach (2004) und Emma (2005). Während des Gespräches wurden aktuelle Produktionen von Studio Pierrot mit Videoclips vorgestellt.

Nähere Informationen zum Studio Pierrot: http://pierrot.jp/english/


# 7 ISHIKI Tokihiko / Mangazeichner

Fr., 2. DEZEMBER 2005, 15:00 Uhr

Ishiki Tokihiko wurde in Tokyo geboren. Nachdem er einige Kurzgeschichten über Motorradrennen veröffentlicht hatte, begann Ishiki 1999 in dem wöchentlich erscheinenden Mangamagazin YOUNG SUNDAY (Verlag Shôgakukan) den Storymanga "Derby Jockey" zu veröffentlichen (die Serie lief bis 2004). Seit 2002 erscheint in der Zeitschrift YOUNG KINGDOM (Verlag Shônen gahôsha) sein Manga "Motive", der sich ebenfalls um Motorräder und Motorradrennen dreht. Seine kraftvollen und detailgenauen Wiedergaben von Motorradrennen und die Darstellung des Lebens der Fahrer brachten Ishiki in Japan hohe Anerkennung.

Die Manga von Ishiki Tokihiko stehen im Mittelpunkt der Ausstellung "UAAAAA!!! MANGA - Zur Ästhetik einer Trashkultur" im Museum für Angewandte Kunst (MAK), die noch bis 4. Dezember 2005 zu sehen ist www.mak.at.

Ishiki Tokihiko sprach über die Produktionsbedingungen für Mangazeichner in Japan und demonstrierte anhand seiner eigenen Arbeit den Arbeitsprozess bei der Herstellung von Manga, bei der er eine spezielle Software auf seinem Mac-Computer verwendet.

Nähere Informationen zum Künstler und seine Arbeit findet man auf seiner Homepage www.toki-drive.jp/




# 6 Brigitte Prinzgau-Podgorschek / Regisseurin


Mi., 21. APRIL 2004, 18:00 Uhr

Anläßlich des 80. Geburtstags von Donald Richie, der seit über 50 Jahren zu den bedeutendsten Kulturvermittlern zwischen Japan und dem Westen zählt, zeigte der AAJ das Filmporträt "Sneaking In. Donald Richie's Life in Film" der Filmemacherin Brigitte Prinzgau-Podgorschek. Im Anschluß erzählte die Regisseurin in einem Gespräch über ihre Begegnung mit Donald Richie.

Donald Richie, 1924 in Lima/Ohio geboren, kam zum ersten Mal 1946 als amerikanischer Soldat nach Japan. Nach Abschluß seines Studiums in den USA, während dessen erste eigene Filme entstanden, kehrte er nach Japan zurück, wo er mit kürzeren und längeren Unterbrechungen bis heute lebt. Fasziniert von dem Land, begann er über seine Erfahrungen mit dem japanischen Alltagsleben zu schreiben. Seine Tätigkeit als Filmkritiker führte ihn zur Beschäftigung mit der japanischen Filmgeschichte, woraus 1958 der Buchklassiker The Japanese Film: Art and Industry (gemeinsam mit Joseph Anderson) sowie später Monografien über Kurosawa Akira und Ozu Yasujirô hervorgingen. Diese Werke sowie Richies Tätigkeit als Kurator vor allem am Museum of Modern Art in New York in den 70er Jahren machten die japanische Filmkunst im Westen umfassend bekannt. Seine eigenen experimentellen Filme brachten ihn in den 60er Jahren mit der überaus turbulenten, radikalen und gesellschaftskritischen Szene von Filmemachern und Undergroundkünstlern in Tokyo in Berührung. Bis heute ist Richie als Komponist, Maler und Autor von Romanen, Essays und Reisebüchern produktiv, in denen er sich weiter mit der japanischen Kultur und ihrer Besonderheit aus der Perspektive des Westens auseinandersetzt. 1995 erhielt er den Preis der Japan Foundation für sein Lebenswerk.

Das vielschichtige Porträt von PRINZGAU/podgorschek stellt den Menschen sowie den Filmhistoriker und -künstler Donald Richie vor. Anhand von Photos erzählt es über sein Leben, seine Arbeit, seine Beziehungen zu Kurosawa, Ozu und anderen Regisseuren sowie über sein Verhältnis zu Japan. Im Mittelpunkt steht dabei Richies eigenes filmisches Werk. Freunde und Kollegen, die mit seiner Arbeit vertraut sind, wie Sato Tadao, Hani Susumu, Matsumoto Toshio, Tomiyama Katsue und Ian Buruma äußern sich zu Richies Rolle bei der Rezeption des japanischen Films. Im Zuge der Erzählung überlagern sich die Momente aus Richies persönlicher Erinnerung immer wieder mit den filmischen Beobachtungen und Eindrücken der Filmemacherin.

PRINZGAU/podgorschek
Das Künstlerpaar Brigitte Prinzgau-Podgorschek und Wolfgang Podgorschek arbeiten seit 1984 als Team in den Bereichen Kunst und Architektur zusammen.

Ausstellungen (Auszug):
1994 Die Augen der Architektur - Centrum für Gegenwartskunst Linz
1995 Entdeckung der Korridore - Paasdorf bei Mistelbach
1996 the right man at the right place - Neue Galerie Graz
1996 Design and Identity - Luisiana Museum of Modern Art
1997 De'tail - Blau Gelbe Galerie Wien
1999 SOLL + HABEN - Fujino/Japan
2000 the ugly duckling - Rythmogram Bad Ischl
2000 LKW Lebenskunstwerke - Bregenz
2002 A9 orum transeuropa - Muquqa, quartier 21
2002 Brücke der Unvollendeten Harmonie - Chengdu/China

Filmographie (Brigitte Prinzgau-Podgorschek):
1989 les pediants
1992 INOTEN
1995 spin
1999 Luigi
1998 rot gelb grün
2002 sneaking in. Donald Richie's Life in Film
2003 PAUSE
2004 made in dignity


# 5 YONESHO Maya / Animationsfilm


  
7. MÄRZ 2003, 18:00 Uhr

Animationsfilme zählen seit den 1970er Jahren zu den erfolgreichsten Exportprodukten der japanischen Populärkultur und sind weltweit aus der telegenen Sozialisation von Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Anime erfreuen sich nicht nur in der auch hierzulande rasch wachsenden Anime-Fangemeinde großer Beliebtheit, spätestens seit der Verleihung des goldenen Bären bei der letztjährigen Berlinale und dem zu erwartenden Animationsoscar an Miyazaki Hayaos Sen to Chihiro no kamikakushi wird der japanische Animationsfilm auch von der allgemeinen Cineastengemeinde wahr- und ernst genommen. Der japanische Animationsfilm hat jedoch mehr zu bieten als nur Anime - die Palette reicht von Puppen- und Clayanimation über Zellanimation, Scherenschnitten, Schattenbilder bis zu Computergrafik und 3D-Animation. Zu den am meisten beachteten Animationskünstlern der letzten Jahren zählt Yonesho Maya.

Yonesho Maya studiert am Saga Art College Design und Film und spezialisiert sich auf Animationsfilm. Nach sechs Jahren als Kunstlehrerin an einer Junior High School in Osaka, kehrt sie an die Kyoto City University of Arts zurück, um japanische Malerei, Konzept- und Medienkunst sowie Animationsfilm zu studieren. Nebenbei arbeitet sie als Trickfilmerin für eine Kindersendung im Fernsehen. Während ihres Studienaufenthaltes am Royal College of Art in England beschäftigt sie sich intensiv mit Fragen der Synchronisation von Tricktechniken mit Sound. Nach Abschluß des Studiums arbeitet sie als unabhängige Filmemacherin und leitet mehrere Animations-Workshops. Seit 2000 unterrichtet sie zudem an der Kyoto Seika Universität. Derzeit verbringt sie ein Jahr als Artist in Residence bei Eesti Joonisfilm in Tallin, Estland.
Yonesho Maya setzt in ihren Arbeiten verschiedene Techniken ein und verwendet verschiedene Materialien wie Papier, Knetgummi, Lego, Salz oder Bonbons. Ihre Filme liefen auf zahlreichen internationalen Filmfestivals und wurden mit mehreren Preise ausgezeichnet.

Filmographie:
Introspection (1998)
Believe in it (1998)
Learn to Love (1999)
Countdown (2002)

Die Filme von Yonesho Maya wurden im Anschluß an das Gespräch in einem Spezialprogramm des 2. Internationalen Frauentrickfilmfestivals (6.–13. März 2003) um 22 Uhr im Votivkino gezeigt. Beim heurigen Japanschwerpunkt waren neben Filmen von Yonesho Maya Arbeiten von 12 weiteren japanischen Animationskünstlerinnen zu sehen.
Nähere Informationen zum Festival:www.culture2culture.at




# 4 NISHIGATA AKIKO / Sangen


Do., 23. JÄNNER 2003, 18:00 Uhr

Nishigata Akiko ist eine Meisterin des Sangen (Shamisen) und eine der führenden Persönlichkeiten der traditionellen japanischen Musikszene. Sie ist bekannt für ihre fortschrittlichen Interpretationen und die erfolgreichen Versuche, traditionelle Instrumente mit zeitgenössichen Kompositionen zu verknüpfen.
Nishigata Akiko lernte von früher Kindheit an Koto im Yamada-Stil, studierte an der Tokyo National University of Fine Art und schloß ihr Studium 1967 an der Abteilung für traditionelle Musik ab. Nach dem Hochschulabschluß studierte sie zeitgenössische japanische Musik mit dem Shamisen-Meister und Komponisten Kineya Seiho. Seit 1975 hat sie zahlreiche Neukompositionen für ihre Konzerte in Auftrag gegeben. 1979 wurde Nishigata Akiko beim Pan Music Festival Tokyo mit dem Preis für den besten Solospieler ausgezeichnet. Es folgten zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen. Seit 1978 tritt sie regelmäßig in Konzerten in Asien und Europa auf.
Seit 1984 verwendet Nishigata Akiko in ihren Konzerten auch das alte Saiteninstrument Genkan, das vom japanischen Nationaltheater rekonstruiert wurde, sowie seit 1988 das ebenfalls sehr alte Saiteninstrument Hitsu. 1994 gründete sie in Tokyo das Institut für traditionelle japanische Musik und setzte damit einen wichtigen Schritt zur Wiederbelebung der japanischen Musiktraditionen, die im Frühjahr 2002 durch die Verabschiedung eines Reformprogramms, welches traditionelle japanische Musikinstrumente in der Musikausbildung obligatorisch macht, auch von der japanischen Regierung vorangetrieben wird.
Nishigata Akiko ist Leiterin der Bion-kai, Mitglied des Gendai Sankyoku Ensembles und Direktorin der Shinten Ongaku Kyokai. Sie hat zahlreiche Schallplatten und CDs aufgenommen, darunter "Nishigata Akiko: Sangen" (ALM), "Nishigata Akiko: Hitori yumenishiaraba" und "Gendai no sangen Best 25" (Victor Musical Industries, Inc. Japan).
Frau Nishigata hat im Rahmen des Künstlergesprächs einige Kostproben ihrer Kunst zum Besten gegeben.

Am 24. Jänner fand um 19 Uhr im Festsaal im Amtshaus Margareten ein Konzert von Nishigata Akiko mit traditionellen und neuen Kompositionen statt (1050 Wien, Schönbrunnerstraße 54). Für AAJ-Mitglieder war der Eintritt frei!

Homepage: www.nishigata-akiko.com


# 3 MORIMOTO Yuki / Komponist


Do., 12. DEZEMBER 2002, 18:00 Uhr

MORIMOTO Yuki studierte an der Tokyo National University of Music, der Toho School of Music in Tokyo und an der University of Southern California in Los Angeles. 1977 gründete er in Tokyo EX-HOUSE, ein Live-House für zeitgenössische Musik, in dem er zahlreiche Konzerte mit Werken zeitgenössischer Komponisten leitet. Er arbeitete in den Bereichen Theater, Kino, Tanz, Literatur und audiovisuelle Medien, und trat als Komponist, Dirigent, Pianist, Sänger und Autor in Erscheinung. 1985 zog er nach Wien, wo er 1987 das ENSEMBLE 9 gründete, mit dem er seine EX-HOUSE-Tätigkeiten fortsetzt und Konzerte mit Werken zeitgenössischer Komponisten in Europa und Japan gibt. Das ENSEMBLE 9 hat unter anderem Werke von Takemitsu Toru, Paul Dresher, Howard Skempton, Sato Somei, Yuasa Joji und Arvo Pärt uraufgeführt. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent und Leiter von ENSEMBLE 9 komponierte Morimoto selbst zahlreiche Werke. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen das Tanzstück "Limen", das heuer im Graphic Art Museum Kooriyama in Japan, beim Northern Exposure Festival in London and bei Wien Modern aufgeführt wurde, sowie das Stück "Where being and being seen coincide" für Shamisen und Frauenchor, das im November 2002 im Geijutsu Gekijo in Tokyo uraufgeführt wurde.

Discographie:
The Last City (1990)
Dark Summer (1991)
Drawn Shades (1992)
Wechselwirkung (1995)
Viola Interactions (1999)
(alle CDs sind bei Die Extraplatte erhältlich)

Hörbeispiele gibt es auf der Homepage: www.yuki-morimoto.info/


# 2 FURUI Yoshikichi / Schriftsteller


12. NOVEMBER 2002, 18:00 Uhr

FURUI Yoshikichi, geboren 1937 in Tokyo. Studium der Germanistik (Abschlußarbeit über Kafka, Magisterarbeit über Broch), danach zunächst Assistent an der Universität Kanazawa, von 1965 bis 1970 Professor für deutsche Literatur an der Rikkyô-Universität. Übersetzer von Werken von Musil und Broch, die als literarische Vorbilder gelten. 1970 gibt Furui seine Arbeit an der Universität auf und wird Schriftsteller. Für den Kurzroman Yôko erhält er 1971 den renommierten Akutagawa-Preis. Furui ist wichtigster Repräsentant der sogenannten "introvertierten Generation" (naikô no sedai), einer der wichtigsten literarischen Strömungen der 70er Jahre, die sich von der Darstellung aktueller Ereignisse abwandte und sich der Verarbeitung innerer Veränderungen und Befindlichkeiten widmete. Unter einem durchdringenden Blick beginnen Alltagssituationen zu zerbröckeln, lösen sich ins Unsichere, Unbegreifliche auf, um sich dann neu zu formieren. Neben literaturwissenschaftlichen Arbeiten über Hermann Broch und Franz Kafka veröffentlichte Furui bislang vorwiegend Prosa. Furui wurde für seine Bücher mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet.

Auf Deutsch erschienen sind:
Ehebande (Tsumagomi, 1970). In: "Das verhaßte Alter", Berlin/DDR: Volk und Welt 1981 (Übersetzung aus dem Englischen: Ingrid Rönsch).
Das Tal (Tani, 1973). In: "Zeit der Zikaden", München: Piper Verlag 1990 (Übersetzung: Mechthild Duppel-Takayama).
Der Heilige (Hijiri, 1976). Frankfurt am Main: Insel Verlag 1993 (Übersetzung: Ekkehard May).
Zufluchtsort (Sumika, 1979). Berlin: Edition q 1997 (Übersetzung: Ekkehard May).


# 1 NAGASAKI Shunichi / Filmemacher


23. OKTOBER 2002, 18:00 Uhr

Nagasaki Shunichi, Jahrgang 1956, dreht während der Oberschulzeit seinen ersten 8 mm-Film. 1975 beginnt er ein Studium an der Filmabteilung der Nihon Universität und macht mit seinen Filmen auf sich aufmerksam. Sein Film "Yuki ga rokku o suteta natsu" (The Summer Yuki gave up Rock Music) erlangt 1978 beim 2. Pia Film Festival hohes Kritikerlob. Später wird Nagasaki mehrere Jahre selbst in der Jury des wichtigsten Filmfestivals für angehende Filmemacher und Filmstudenten sitzen. 1982 entsteht sein erster größerer Spielfilm "Kugatsu no jôdan kurabu bando" (The Lonely Heart Club Band in September). In den 80er Jahren zählt Nagasaki neben Ishii Sôgô, Ômori Kazuki und Yamamoto Masashi zu den herausragendsten Vertretern des unabhängigen japanischen Kinos, wobei sich seine Filme vor allem durch die feine Psychologisierung seiner Figuren auszeichnen. 1993 widmet die VIENNALE Nagasaki Shunichi einen kleinen Schwerpunkt und machte ihn auch außerhalb von Japan bekannt. Neben Spielfilmen dreht Nagasaki auch Filme für den Videomarkt sowie für das Fernsehen. Mit dem Horrorfilm "Shikoku" erzielt er 1999 auch einen kommerziellen Erfolg. Seinen bislang letzten Film "Yawaraka na hoo" (A Tender Place) dreht er mit Digitalkamera im HDTV-Format für TBS..

"Yawaraka na hoo" wurde am 21. Oktober 2002 im Rahmen der VIENNALE gezeigt. (Stadtkino; Beginn 20:00 Uhr)

Filmographie:
1975 25-ji no butôha [8 mm]
1975 Baku o bukkorose [8 mm]
1975 Zôka no kareru kisetsu [8mm]
1977 Yumeko zanshi [16 mm]
1878 Yuki ga rokku o suteta natsu [16 mm]
1978 Kureijî rabu (Crazy Love) [16 mm]
1979 Happî sutoriito ura (Die Rückseite der Happy Street) [16 mm]
1979 Eiko, yoru ni nare (Eiko, es werde Nacht) [8 mm]
1982 Yamiutsu shinzô [8 mm]
1982 Sono ato [VTR/16 mm]
1982 Kugatsu no jôdan kurabu bando(The Lonely Heart Club Band in September)
1988 Rokku yo, shizuka ni nagare yo (Rock Requiem)
1988 Yôjo no jidai [TV]
1991 Yoru no sutorenjâ - Kyôfu (Stranger of the Night) [Direct-to-Video]
1992 Saigo no doraibu (Last Drive) [TV]
1989 Yûwakusha (The Enchantment)
1993 Nâsukôru (Nurse Call)
1993 Wairusaido (Wild Side) [TV]
1996 Romansu (Some kinda Love)
1999 Shikoku (Shikoku/Ghost Land)
1999 Doggusu (Dogs)
2001 Yawaraka na hoo (A Tender Place) [TV]
2001 Rôdoku kikô Nippon no meisaku "Sakura no mori no mankai no shita" [TV]
2001 Riô (Liou) [TV]

Das Künstlergespräch mit Nagasaki Shunichi fand am 15. November 2002 Erwähnung in einem Artikel in der "Niigata Nippô", die auch ein Photo des Gespräches veröffentlichte.




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